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Warum
ohne Pestizide gärtnern?
Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit sind Pflanzenschutzmittel
Stoffe, die Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse vor
Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen oder Krankheiten
schützen sollen. Auch Stoffe, die Pflanzen
abtöten, das Wachstum regulieren oder die Keimung
hemmen, gelten als Pflanzenschutzmittel. Als Pestizid
im weiteren Sinne werden sämtliche Pflanzenschutzmittel
sowie die Mittel zur Schädlingsbekämpfung
bezeichnet.
Belastung
von Bioprodukten
Im
Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung
wurden in Baden-Württemberg Lebensmittel ökologischer
Herkunft systematischer und häufiger als es
den Marktanteilen entsprechen würde auf Rückstände
und Kontaminanten untersucht (Ökomonitoring)
und mit konventionell erzeugten Lebensmitteln verglichen.
Der Ernährungsbericht stellt die Ergebnisse
von 2003 bis 2005 dar. Es zeigt sich: Die Gehalte
an Pflanzenschutzmittelrückständen in
Obst und Gemüse aus ökologischem Landbau
waren deutlich niedriger als die in konventionell
erzeugten Lebensmitteln. Der mittlere Rückstandsgehalt
aller untersuchten Öko-Proben lag unterhalb
von 0,005mg/kg. Zum Vergleich: Bei konventionell
erzeugtem Obst und Gemüse lagen die Gehalte
im Mittel bei 0,4mg/kg. Wesentlich geringer ist
auch der Anteil der Proben mit Mehrfachrückständen
von Pflanzenschutzmitteln in Proben ökologischer
Herkunft. In keinem der untersuchten Öko-Lebensmittel
wurden Rückstände pharmakologisch wirksamer
Stoffe wie Tierarzneimittel oder Leistungsförderer
nachgewiesen. Dagegen stellte man bei konventionell
erzeugten Lebensmitteln im gleichen Zeitraum in
140 Proben Rückstände von pharmakologisch
wirksamen Stoffen fest. In der Belastung mit chlor-
und bromorganischen Pflanzenschutzmitteln und Kontaminanten
unterschieden sich Öko- und konventionell erzeugte
Lebensmittel nicht. Milchprodukte, Eierteigwaren
und Fleischfertiggerichte waren gleichermaßen
wenn auch niedrig belastet. Auch bei
der Belastung mit Dioxin oder dioxinähnlichen
PCBs zeigten sich bei Bio- und konventionellen Lebensmitteln
keine Unterschiede. Insgesamt belegen die Untersuchungsdaten,
dass das hohe Verbrauchervertrauen in ökologische
Lebensmittel berechtigt ist.
Viele
Krankheiten lassen sich auf Pestizide zurückführen:
hormonelle Störungen, herabgesetzte Fruchtbarkeit,
Krebs, Probleme des Immunsystems ...
Jeder Landwirt, jeder Gärnter, jeder Hobbygärtner
kann einen Beitrag zu einer gesünderen Umwelt
leisten, beim Unkraut jäten, beim Kampf gegen
Schnecken und Insekten usw., wenn er/sie statt mit
chemischen Waffen auf natürliche Art und Weise
gegen Schädlinge und Krankheiten vorgeht.
Lösungen,
ohne Pestizide zu gärtnern
Das
BVL hat eine Liste an Pflanzenschutzmitteln, die
im Ökologischen Landbau verwendet werden können,
veröffentlicht. Diese Liste und viele andere
interessante Infos gibt es unter: www.bvl.bund.de
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