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Nacktschnecken und Schnecken

Phasmarhabditis
hermaphrodita (Nematoden)
zur biologischen Bekämpfung von Nacktschnecken
Nematoden oder Fadenwürmer
sind kleine, weiße bis farblose, fädige
Würmchen, die in feuchten Medien leben.
Die Nematoden Phasmarhabditis dringen über
die Mantelhöhle in die Schnecke ein. Dort sondern
sie ein Bakterium ab, das die Schnecke zersetzt.
Dieser Vorgang wird durch das Anschwellen des Mantels
deutlich sichtbar. Die Nematoden ernähren sich
von der zersetzten Schnecke und vermehren sich auch
darin. Das dauert etwa 6-10 Tage, wobei die Schnecken
bereits nach den ersten 3 Tagen ihre Fressaktivität
einstellen.
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Anleitung
zu Einsatz von Nematoden
Die Anwendung ist ganz einfach:
So wird's gemacht:
Packungsinhalt in einen Eimer mit 2-5 Liter Wasser
(15-20 °C) auflösen, dabei Klümpchenbildung
vermeiden. Verpackung gut ausspülen.
Den Inhalt des Eimers (Stammlösung) auf eine
beliebige Wassermenge, die letztendlich über
die Gesamtfläche ausgebracht werden soll, weiter
verdünnen.
Die Nematodenlösung unter gelegentlichem Rühren
gleichmäßig mit der vorher gut ausgespülten
Gießkanne möglichst über die zu
schützenden Pflanzbeete und weitläufigen
Umkreis (ggf. bis zum Schneckenzaun) ausbringen.
Nochmals mit klarem Wasser über die behandelte
Fläche gießen, um Nematoden von den Pflanzen
abzuspülen.
Den Boden etwa 2 Wochen feucht halten.
Nematoden
sind UV- und lichtempfindlich, daher bei Dämmerung
oder bedecktem Himmel ausbringen!
Gekühlte (2-10 °C) Lagerung ungeöffnet
bis zu 1 Woche möglich.
Optimales
Klima: Bodentemperatur ab 5 °C (bei weniger
als 5 °C sind die Nematoden inaktiv), gute Bodenfeuchtigkeit.
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Wenn
es ein Tier gibt, das GärtnerInnen überhaupt
nicht mögen, dann ist es die Nacktschnecke.
Dazu muss gesagt werden, dass diese Viefraße
in nur einer Nacht Mengen verschlingen können,
die die Hälfte ihres Gewichts wiegen. Wenn
man das mulitpliziert mit der Anzahl dieser unliebsamen
Tiere, kann man sich ausrechnen, welchen Schaden
sie im Garten anrichten können.
Ernährung
und Lebensweise
Die Nahrung der Nacktschnecke
ist sehr abwechslungsreich, besteht aber meist aus
saftigen Pflanzen und Aas. Die
Spanische Wegschnecke, eine sehr häufig in
Europa verbreitete Nacktschneckenart bevorzugt Tagetes
(Studentenblume), Baldrian und Weißen Diptam
und Kürbis- und Melonenpflanzen. Bei Nahrungknappheit,
beispielsweise durch hohe Populationsdichten, frisst
die Spanische Wegschnecke nahezu alle Pflanzen.
Nacktschnecken sind nachtaktiv, lieben feuchtes
Wetter, wie auch feuchte Verstecke und feuchten
Boden für ihre Eiablage im Frühling und
im Herbst. Schnecken benötigen viel Feuchtigkeit,
weil sie zur Fortbewegung permanent Schleim produzieren
müssen. Allerdings mögen sie keine zu
kalten Temperaturen, unter
-3°C sind tödlich für sie. Deshalb
gräbt sie sich, sobald es kalt wird, in die
Erde ein.
Vermehrung
DieNacktschnecke
ist ein Zwitter. In der Regel befruchten sich Schnecken
gegenseitig. Das Paarungsritual kann mehrere Stunden
dauern. Die Tiere verschlingen sich ineinander.
Dabei werden die Bildungsorgane der Spermien in
die Geschlechtsöffnung des Partners eingeführt
und die Spermatophoren innerlich übertragen.
Im
Körperinneren werden die eigenen Eizellen mit
dem Sperma des Partners befruchtet. Einige Tage
bis Wochen später legen die Schnecken unabhängig
voneinander ihre bis zu 400 Eier in mehrere geschützte
Gelege ab. Nach wenigen Wochen schlüpfen die
Jungtiere und erreichen nach etwa drei Monaten die
Geschlechtsreife. Rote Wegschnecken können
ein Alter von bis zu drei Jahren erreichen.
Beweglichkeit
Normalerweise
bewegen sich Nacktschnecken so wenig wie möglich.
Wenn es genügend zu essen gibt, bewegen sie
sich nicht mehr als 50 cm pro Tag. Wenn sie auf
Nahrungssuche sind oder bei Regen schaffen sie 6
- 7 m pro Tag. Ihre Nahrung finden sie dank ihres
Geruchssinns, was auch erklärt, warum sie manche
Pflanzen meiden. Ohne Schleim können sie sich
nicht bewegen. Für die Schleimproduktion ist
eine Drüse am Fuß der Schnecke verantwortlich
Biologische
Bekämpfung
- Vorbereitung
des Bodens: Bearbeiten
Sie den Boden vor der Aussaat und entfernen Sie
die überwinternden Schnecken und Eier.
- Fallen.
Stellen Sie an strategisch günstigen Stellen
im Garten feuchte Bretter oder Ziegel auf, die
Schnecken verkriechen sich tagsüber
darunter, Sie müssen sie jetzt nur noch einsammeln.
- Einsammeln:
sehr effizient in einem kleinen Garten oder in
einem Quadratgarten. An Regentagen oder bei Einbruch
der Nacht sammeln Sie die Schnecken ein, die zum
Fressen ihre Schattenplätze velassen.
- Quadratgarten:
Hier gibt es eine sehr einfache und überaus
effiziente Methode, Schnecken den Zugang zu verwehren.
Dazu bringen Sie an allen 4 Latten, die das Beet
begrenzen, Metallwinkel an, an denen die Schnecken
nicht hochkriechen können. Das ist meiner
Erfahrung nach die bisher beste Lösung, Schnecken
fernzuhalten. ( weiterlesen)
- Abwehrende
Pflanzen: Schnecken mögen keinen Schnittlauch,
Knoblauch, Petersilie, Bartnelke, Kapuzinerkresse,
Männertreu, Jungfer im Grünen, Fingerhut,
Portulakröschen, Akelei. Wenn die "Schutzmauer"
dick genug ist, bleiben die Schnecken dem so geschützten
Gemüse fern.
- Hindernisse:
Sie können den Zugang zum Gemüse verwehren,
indem sie den Schnecken das Kriechen erschweren,
z.B. mit Auslegen von Asche, Sägespänen,
Kieselsteinen, Sand, Kaffeesatz und mit allen
porösen und unebenen Materialien. Allerdings
ist das nur erfolgreich, wenn es nicht regnet,
sobald es nass wird, muss das Hindernis erneuert
werden.
- Natürliche
Feinde: Igel, Vögel,
Kröten. Versuchen Sie deshalb, diesen Tieren
in Ihrem Garten einen Platz zu schaffen. Der Käfer
Anchomenus dorsalis liebt Schneckeneier, der Goldläufer
Carabus
auratus und der Morphocarabus monilis lieben
Schnecken als Nahrung..
- Parasiten:
Der Nematode
Phasmarhabditis
hermaphrodita
dringt in die
Schnecke ein und ernährt sich von ihr. Dieser
Parasit wird im Handel in Form von Puder angeboten,
der aufgelöst als biologisches Mittel gegen
Schnecken eingesetzt werden kann.
- Schneckenkorn
Eisenphospat: Dieses
Mittel wird in Form von Granulat angeboten, es
ist umweltverträglich und unschädlich
für Igel, allerdings werden damit auch die
unter Naturschutz stehenden Weinbergschnecken
sowie andere Gehäuseschnecken getötet,
deshalb erst als letzte Möglichkeit einsetzen.
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Bekämpfung
der schlimmsten Schädlinge im Garten
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Nacktschnecken
und Schnecken
Fallen,
natürliche Feinde, Vorbeugung ...
Weiße
Fliege
Die
Weiße Fliege oder Mottenschildlaus befällt
vor allem Kohlsorten, Abhilfe schaffen Rainfarntee
oder Gelbfallen...
Läuse
Läuse
befallen so ziemlich alle Pflanzen. Ihre Bekämpfung
kann mit verschiedenen Pflanzenjauchen stattfinden
oder durch den Einsatz natürlicher Feinde...
Kirschfruchtfliege
Sie
legt ihre Eier in Kirschen. Bekämpfung mit
Pheromonfallen...
Engerlinge
Diese
Maikäfer- oder Käferlarven fressen alles,
was sie in der Erde finden ...
Erdraupen
Diese
graue Raupe des Eulenfalters befällt Blätter
und Früchte. Bekämpfung durch Lichtfallen
oder Abschreckung...
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Maulwurf
Süßer
kleiner Nager - kann aber großen Schaden anrichten.
Viele mehr oder weniger erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen
...
Gartennützlinge
Marienkäfer,
Igel, Wespen, Vögel, Spinnen... ...
Kartoffelkäfer
Schlimmer
Feind der Kartoffeln, erwachsen ist er resistent
gegen Insektizide. Dagegen helfen Datura, Rizinussamen
...
Flohkäfer
befällte
Kohlsorten, Radieschen, Kohlrabi ... Bekämpfung
mit Jauche, Asche ...
Kohlweißling
Hübscher
weißer Schmetterling, seine Raupe ist allerdings
ein zerstörerischer Schädling im Gemüseanbau.
Bekämpfung mit natürlichen Feinden oder
Repulsivstoffen ...
Spitzmaus
und Feldmaus
Während
die eine sehr nützlich ist für den Gemüsegarten,
hat die andere einen sehr großen Appetit und
verursacht großen Schaden, weil sie alles,
was sich fressen läßt, anknappert...
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