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Was
sind Pflanzenschutzmittel?
Pflanzenschutzmittel
sind chemische oder biologische Wirkstoffe und Zubereitungen,
die dazu bestimmt sind, Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse
vor Schadorganismen zu schützen oder ihrer
Einwirkung vorzubeugen, in einer anderen Weise als
ein Wirkstoff die Lebenswege von Pflanzen zu beeinflussen,
unerwünschte Pflanzen oder Pflanzenteile zu
vernichten oder ein unerwünschtes Wachstum
von Pflanzen zu hemmen oder einem solchen Wachstum
vorzubeugen. Was
Pflanzenschutzmittel sind, ist für Deutschland
in § 2 des Pflanzenschutzgesetzes geregelt.
Die
im Garten am häufigsten anzutreffenden Pflanzenschutzmittel
sind: Herbizide
gegen Unkräuter, Insektizide gegen Schadinsekten,
Fungizide gegen pilzliche Krankheitserreger, Akarizide
gegen Milben/Spinnentiere, Molluskizide gegen Schnecken,
Bakterizide gegen Bakterien, Wachstumsregler und
Beizmittel zur Behandlung von Saat- und Pflanzgut.
Toxizität
von Pflanzenschutzmitteln
Pflanzenschutzmittel
sind gefährlich für Nahrungsmittelkonsumenten,
für Arbeiter, die mit Pflanzenschutzmitteln
arbeiten und über einen längeren Zeitraum
hohen Belastungen dieser Stoffe ausgesetzt sind
und für Tiere und Pflanzen. Es gibt aber auch
natürliche Produkte, die unschädlich für
die Umwelt sind und im ökologischen Landbau
eingesetzt werden. Das BVL hat eine Liste an Pflanzenschutzmitteln,
die im Ökologischen Landbau verwendet werden
können, veröffentlicht. Diese Liste und
viele andere interessante Infos gibt es unter: www.bvl.bund.de
Dagegen
sind fast alle synthetischen Pflanzenschutzmittel
giftig und schädlich für die Umwelt. Gaucho,
der Handelsname für Imidacloprid, wird z.B.
von vielen Imkern
für die in den letzten Jahren aufgetretenen
schweren Schäden an ihren Bienenvölkern
verantwortlich gemacht. Einige Pflanzenschutzmittel
wurden sogar verboten wie z.B. Atrazin. Da
Atrazin und sein Hauptabbauprodukt Desethylatrazin
auch ins Grundwasser gelangen und damit dann auch
im Trinkwasser nachgewiesen werden kann, ist die
Anwendung von Atrazin seit 1. März 1991 verboten.
Am 31. Oktober 1986 gelangten etwa 400 Liter Atrazin
über die Abwässer der Firma Ciba-Geigy
in den Rhein, was zusammen mit einem weiteren Chemieunfall
der Firma Sandoz bei Basel einen Tag später
ein Fischsterben im Rhein auslöste. Auch das
Insektizid DDT ist seit den 70er Jahren in
Deutschland verboten, nachdem fesgestellt wurde,
dass es krebserregend ist.
- Luftverschmutzung
Von den Mitteln, die von HobbygärtnerInnen
verwendet werden, erreichen nur 30 - 40 % ihr
Ziel, der Rest wird in die Luft gesprüht.
- Nahrungskette
Viele Tiere sind von Pestiziden direkt betroffen.
Sei es dadurch, dass sie behandelte Pflanzen oder
infizierte Tiere fressen oder dadurch, dass sie
Pestizide einatmen oder fressen. Bestimmte Moleküle
finden sich in allen Stufen der Nahrungskette
und können Sterilität und Deformationen
verursachen.
- Risiken
für die Gesundheit
Viele Studien haben gezeigt, dass eine direkte
Verbindung zwischen Pestiziden und schlimmen Krankheiten
wie z.B. Krebs, Leukämie und Missbildungen
bei Kindern besteht.
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