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Schädlinge für den Gemüsegarten: Gartennützlinge


Fragen zum Biogärtnern
Antworten auf alle Ihre Fragen



Gartenschädlinge

Schädlings-bekämpfung unter ökologischen Gesichtspunkten

Krankheiten
Pflanzenkrankheiten auf ökologische Art und Weise verhindern

Biologische Pflanzenbehand-lungen
Absude, Jauchen und andere Behandlungen auf pflanzlicher Basis

Gemüsegarten im Quadrat
Bau, Technik, Vorteile

Pflanzen-veredelung mit Zahnstocher
Wie eine Paprika mit einer Tomate veredelt wird und warum

Bekämpfung von Nacktschnecken
Entdecken Sie, wie man eine unüberwindbare Barriere baut.

Beinwelljauche
Alles über Brennnesseljauche, Beinwelljauche und Schachtelhalm-jauche

Gärtnern mit dem Mond
Nutzen Sie den Mond für einen besseren Ernteertrag

Bau eines Komposters
Wie baut man am kostengünstigsten einen Komposter selbst

Abdeckung zum Schutz Ihrer Tomaten
Wie wird eine abnehmbare, verstellbare Schutzabdeckung für Tomaten hergestellt


Eine nicht unerhebliche Hilfe im Kampf gegen Schädlinge wird uns durch Säugetiere, Insekten und Vögel gewährt, die unseren Garten manchmal bevölkern, ohne dass wir es wissen. Um ihre Aktionen gegen Schädlinge zu begünstigen, müssen wir ihnen eine gesunde Umwelt schaffen und ihre Entwicklung begünstigen. Deswegen müssen Pestizide absolut tabu sein, denn ihre Giftigkeit beschränkt sich nicht nur auf die Arten, die man zu eliminieren wünscht. Besonders die Tierarten, die am Ende der Nahrungskette stehen (Säugetiere, Vögel) bezeugen die schweren Auswirkungen, ausgelöst durch Pestizide. Die am meisten gefährdeten Arten sind aber die Insekten (vor allem Bienen und Schmetterlinge) und die Kaltblütler wie Reptilien und Amphibien.

Der Igel

Dieses kleine Tier, das vor allem nachts aktiv wird, wiegt zwischen 500 g und 1,2 kg, es besitzt ein ausgedehntes Territorium, das mehrere Hektar erreichen kann. Der Igel jagt bei Nacht, ist ständig auf der Suche nach Regenwürmern, Würmern, Insekten jeglicher Art und Schnecken. Sobald die Temperatur unter 10°C sinkt, zieht er sich zum Überwintern zurück und kommt nicht wieder hervor bis zum folgenden Frühjahr. Wenn Sie einen Igel in Ihrem Garten beherbergen wollen, reservieren Sie ihm eine kleine ruhige Ecke. Eine Holzkiste an einem trockenen Ort ohne Durchgangsverkehr reicht ihm. Igel sind heute vor allem durch Autoverkehr und Pestizide insbesondere gegen Schnecken bedroht. Deshalb also keine Pestizide im Garten.


Vögel

Spatzen, Meisen, Amseln, Grasmücken oder Rotkehlchen sind die natürlichen Verbündeten des Gärtners, sie ernähren sich von Schädlingen, von Insekten, Schnecken, Nacktschnecken, Raupen. Sicherlich knabbern sie auch unsere Erdbeeren oder unsere Kirschen an im Sommer, aber das ist der Preis, der für ihre Hilfe zu bezahlen ist. Wenn Sie diese biologischen Helfer gegen Schädlinge in Ihrem Garten aufnehmen wollen, pflanzen Sie bevorzugt wilde Hecken, die eine echte ökologische Nische für viele Vogelarten darstellen.

Im Winter können Sie Ihre Verbündeten mit Hilfe eines in entsprechender Höhe (damit keine Katzen Zugang haben) angebrachten Futtertrogs belohnen, den Sie mit Samen oder, wenn der Winter besonders kalt ist, mit einer Fettkugel füllen.

Spinnen

Sie gehören zur Familie der Gliederfüßer. Selbst wenn sie Farbe und Stil eines Insekts haben, und derselben Familie angehören, sind Spinnen keine Insekten. Man klassifiziert die Spinnen bei den Arachniden zu den Skorpionen und anderen Milben. Eine Spinne kann bis zu fünfzehn Jahre in Ihrem Garten leben. Bei der ziemlich häufig in Gärten vorkommenden Gartentkreuzspinne ist das Männchen sehr viel kleiner als das Weibchen. Im August beginnt die Paarungszeit; die Männchen werden dabei häufig von den größeren Weibchen gefressen, deshalb bringen die Männchen ihnen eine Opfergabe in Form eines Insektes. Kreuzspinnen ernähren sich von Insekten, die sie in ihren Netzen fangen können, auch von Wespen, Hummeln, Bienen und Schmetterlingen und stellen für den Gärtner eine große Hilfe im Kampf gegen Schädlinge dar.

Wespen - Raubwespen und Schlupfwespen


Auch wenn Wespen nicht sehr beliebt sind, sind sie doch gute Verbündete im Kampf gegen Gartenschädlinge - unter der Bedingung, dass man sie in Ruhe lässt. Wespen ernähren sich von Fleisch, Insekten aller Art, Raupen, Fliegen, Mücken, Spinnen, Läusen, Flöhen usw.
Verwenden Sie auf gar keinen Fall Insektenfallen, Sie töten damit nicht nur Wespen - und die sind ebenfalls sehr nützlich - sondern auch Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten, die für die Bestäubung unverzichtlich sind.

Die Encarsia Formosa ist eine Art Schlupfwespe. 98 % dieser Wespenart sind Weibchen. Die Fortpflanzung erfolgt durch Parthogenese. Die Eier der Tiere werden auf Stängeln abgelegt, aus ihnen schlüpft eine frei bewegliche Larve. Ein ausgewachsenes Wespenweibchen ist nicht größer als 0,6 cm. Ihr Kopf ist schwarz und ihr Bauch zitronengelb. Das Männchen ist ganz schwarz.

Die Encarcia formosa kann bei vielen Freilandpflanzen als Gartenhilfe eingesetzt werden: Tomaten, Gurken, Auberginen, Hibiscus, Gerbera etc. Damit die Männchen aktiv werden, muss die durchschnittliche Tagestemperatur 17° C betragen.

Käfer

Käfer sind sehr nützlich für den Garten, denn sie fressen Parasiten wie Nacktschnecken, Schnecken, Apfelwickler, leider aber auch Regenwürmer. Nach der Paarung werden die Eier in die Erde gelegt, deshalb sollte besonders aufgepasst werden beim Umgraben. Die Larve ist ein genau so gefräßiger Nützling wie der ausgewachsene Käfer und muss deshalb genau so vorsichtig behandelt werden.

DDie Überwinterung findet entweder in der Erde oder im Nest statt. Käfer sind Teil der Ernährungskette im Garten. Sie fressen Würmer und werden von Igeln gefressen. Wie viele andere Arten, sind die Käfer im Garten vor allem von Pestiziden bedroht.

 

 

Carabus Monilis
Der Goldlaufkäfer

Asseln
Asseln sind Schalentiere, die man gewöhnlich an feuchten Stellen im Garten findet. Sie sind nachtaktiv und Aas- und Dung-, Mist und Kotfresser, d.h. sie ernähren sich von toten Pflanzen und tragen so zur Wiederverwertung von Nekromasse (tote Pflanzenteile in einem Ökosystem) bei. Wenn Sie Ihren Komposthaufen umschichten würden, wären Sie überrascht, wie viele Asseln sie dort finden. Dank dieser kleinen Tiere unter anderem werden also pflanzliche Rückstände in Ihrem Garten verdaut und dann umgewandelt im wertvolle organische Materie.

Marienkäfer

Man begegnet dem Marienkäfer fast das ganze Jahr über im Garten: von Winterbeginn bis zum Herbstende. Die Marienkäfer vermehren sich normalerweise zweimal im Jahr, sodass die zweite Generation im Juli oder August schlüpft und überwintert, bevor sie wiederum im Frühjahr ihre Eier ablegt. Für gewöhnlich leben die Marienkäfer Mitteleuropas ein Jahr lang und überwintern nur ein einziges Mal. Marienkäfer sind im Kampf gegen schädliche Insekten eine sehr große Hilfe. Die Hauptnahrung vieler Marienkäferarten und ihrer Larven sind Blatt- und/oder Schildläuse. Sie fressen bis zu 50 Stück pro Tag und mehrere tausend in ihrem Leben.

Marienkäfer überwintern gerne unter Steinen oder unter Baumrinden, in alten Baumstämmen oder im Moos. Im Frühjahr legen sie von 50 bis 400 Eier an Pflanzen in Nähe geeigneter Nahrung, meistens an einer Blattunterseite, die von Blattläusen befallen ist. Nach 7 Tagen schlüpfen die Larven und während der 3 Wochen, die ihr Wachstum dauern wird, werden sie sich 3 - 4 Mal häuten und etwa 9000 Blattläuse verschlingen. Es wäre allerdings falsch zu glauben, dass alle Marienkäfer sich von Blattläusen ernähren. Jede Marienkäferart hat ihre eigene Ernährung. So gibt es:

  • Pflanzen fressende Marienkäfer
  • Champignons fressende Marienkäfer
  • Mottenschildläuse fressende Marienkäfer
  • Milben fressende Marienkäfer
  • Schildläuse fressende Marienkäfer

Marienkäfer beim Eierlegen

Die grüne Florfliege oder gemeine Florfliege

Die grüne Florfliege ist ein natürlicher Feind einiger Schädlinge des Gemüsegartens. Ausgewachsen misst sie zwischen 10 und 15 mm, die Flügel sind transparent, der Körper ist grün und ihre halbkugelförmigen Facettenaugen schillern in Regenbogenfarben, die Antennen sind sehr lang und fadenförmig. Die ausgewachsene grüne Florfliege ernährt sich von Pollen und Honigtau, den sie von Blattläusen erhält. Sie fressen Schildäuse, Läuse und Raupen, Milben, rote Spinnen und sind so sehr nützlich für den Garten. Auch die Larve der grünen Florfliege ist eine gute Hilfe im Kampf gegen Schädlinge im Garten: Sie verzehrt in großen Mengen Blattläuse und rote Spinnen, 30 bis 50 kann sie davon in einer Stunde verschlingen.

 

 

Larve einer grünen Florfliege

 

Bekämpfung der schlimmsten Schädlinge im Garten

   
 
   

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Nacktschnecken und Schnecken
Fallen, natürliche Feinde, Vorbeugung ...

Weiße Fliege
Die Weiße Fliege oder Mottenschildlaus befällt vor allem Kohlsorten, Abhilfe schaffen Rainfarntee oder Gelbfallen...

Läuse
Läuse befallen so ziemlich alle Pflanzen. Ihre Bekämpfung kann mit verschiedenen Pflanzenjauchen stattfinden oder durch den Einsatz natürlicher Feinde...

Kirschfruchtfliege
Sie legt ihre Eier in Kirschen. Bekämpfung mit Pheromonfallen...

Engerlinge
Diese Maikäfer- oder Käferlarven fressen alles, was sie in der Erde finden ...

Erdraupen
Diese graue Raupe des Eulenfalters befällt Blätter und Früchte. Bekämpfung durch Lichtfallen oder Abschreckung...

 

 

Maulwurf
Süßer kleiner Nager - kann aber großen Schaden anrichten. Viele mehr oder weniger erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen ...

Gartennützlinge
Marienkäfer, Igel, Wespen, Vögel, Spinnen...
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Kartoffelkäfer
Schlimmer Feind der Kartoffeln, erwachsen ist er resistent gegen Insektizide. Dagegen helfen Datura, Rizinussamen ...

Flohkäfer
befällte Kohlsorten, Radieschen, Kohlrabi ... Bekämpfung mit Jauche, Asche ...

Kohlweißling
Hübscher weißer Schmetterling, seine Raupe ist allerdings ein zerstörerischer Schädling im Gemüseanbau. Bekämpfung mit natürlichen Feinden oder Repulsivstoffen ...

Spitzmaus und Feldmaus
Während die eine sehr nützlich ist für den Gemüsegarten, hat die andere einen sehr großen Appetit und verursacht großen Schaden, weil sie alles, was sich fressen läßt, anknappert...

 

 

 


Richtig gießen

Wie wird Regenwasser gewonnen und wie wird richtig gegossen

Unkraut

Natürliche Methoden und Tipps Unkraut zu bekämpfen

Bau eines Mini- gewächshauses
Wie kann am kostengünstigsten ein Zimmer- gewächshaus für Jungpflanzen herstellen



Wurm- kompostierung
Wie man mit Hilfe der Wurmkompostierung die Bodenstruktur verbessern kann

Fragmentiertes Zweigholz (FZH
Fragmentiertes Zweigholz (FZH)

Bodenanalyse
Die Struktur des Bodens kennen, um bessere Ernteerträge zu erzielen

Biologische Dünger
Verwendung von Düngern, die die Natur uns zur Verfügung stellt



Gärtnern mit dem Mond

Sein Einfluss und seine Auswirkungen auf die Pflanzen

Mischkultur und Pflanzen -kombinationen
Welche Kombinationen sind vorteilhaft und welche sollte man vermeiden

 

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