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Die
BORDEAUXBRÜHE
Bordeauxbrühe
oder Kupferkalkbrühe war das erste erfolgreiche
Fungizid. Sie wurde ca. 1880 von dem Chemiker
Ulysse Gayon aus Lyon und dem Botaniker Alexis
Millardet entdeckt. Die Bordeauxbrühe
ist eine Suspension von gebranntem Kalk (CaO)
(Kalkmilch 500g/l) in einer wässrigen
Kupfersulfatlösung (Kupfersulfatpentahydrat
80g/l), mit dem Mischungsverhältnis 300ml
Kalkmilch : 1l Kupfersulfatlösung. Bordeauxbrühe
wird vor allem zur Bekämpfung des Falschen
Mehltaus an Reben eingesetzt. Außerdem
wirkt sie auf einige Insekten als Repellent
und kann Insekteneier abtöten.
Verwendung
Man
verwendet die Bordeauxbrühe für
alle Obstbäume und für viele andere
Pflanzen wie z.B. Tomaten, Kartoffeln usw.
Die Vorbeugung oder Behandlung erfolgt durch
Aufsprühen und sollte alle 2 Wochen wiederholt
werden.
Biologischer
Gartenbau
Die Bordeaubrühe wird in Frankreich im
biologischen Anbau verwendet und ist die bei
weitem am wenigsten schädliche Methode
zur Bekämpfung von Pilzbefall.
Trotzdem ist zu beachten, dass das Kupfer,
das sie beinhaltet (20 %) sich nicht abbaut
und nur gering auswäscht. Wenn Bordeauxbrühe
über längere Zeit angewendet wird,
kommt es zu einer Anreicherung von Kupfer
im Boden. Hierauf reagieren Regenwürmer
sehr empfindlich. In Deutschland und Österreich
ist die Bordeauxbrühe nicht mehr als
Pflanzenschutzmittel zugelassen. Dort sind
aber vergleichbare kupferhaltige Zubereitungen
mit ähnlichem Einsatzgebiet erhältlich.
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